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KOBRA - Dokumentenserver der Universität Kassel  → Fachbereiche  → FB 01 / Humanwissenschaften  → Institut für Psychologie  → Allgemeine Psychologie  → Dissertationen 

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Titel: Wahrnehmungspsychologische Evaluation eines dreidimensionalen Visualisierungssystems
Autor(en): Cours, Nina
Schlagworte (SWD): Dreidimensionales BildTiefenlokalisationLernerfolgBefindlichkeit
Klassifikation (DDC): 150 - Psychologie (Psychology)
Issue Date: 9-Dec-2004
Zusammenfassung: Diese Arbeit beschreibt den Evaluationsprozess einer dreidimensionalen Visualisierungstechnik, die am Institut für periphere Mikroelektronik der Universität Kassel entwickelt wurde. Hinter der dreidimensionalen Darstellung mittels Linsenrasterscheibe verbirgt sich eine neue Dimension der Interaktion mit dem Computer. Im Vergleich zu gewöhnlichen dreidimensionalen Darstellungen, bei denen ein 3D-Objekt auf einer 2D-Fläche abgebildet wird und somit nach wie vor nicht aus der Bildschirmebene heraus kann, können bei der stereoskopen Darstellung die Objekte dreidimensional visualisiert werden. Die Objekte tauchen vor, beziehungsweise hinter der Darstellungsebene auf. Da die Linsenrasterscheibe bisher noch nicht wahrnehmungspsychologisch untersucht wurde und auch allgemein auf dem Gebiet der Evaluation von 3D-Systemen nur wenige Untersuchungen mit quantitativen Ergebnissen verfügbar sind (Vollbracht, 1997), besteht hier ein zentrales Forschungsinteresse. Um eine Evaluation dieses 3D-Systems durchzuführen, wird im Theorieteil der Arbeit zunächst der Begriff der Evaluation definiert. Des Weiteren werden die wahrnehmungspsychologischen Grundlagen der monokularen und binokularen Raumwahrnehmung erörtert. Anschließend werden Techniken zur Erzeugung von Tiefe in Bildern und auf Bildschirmen erläutert und die Unterschiede zwischen der technisch erzeugten und der natürlichen Tiefenwahrnehmung näher beleuchtet. Nach der Vorstellung verschiedener stereoskoper Systeme wird näher auf die autostereoskope Linsenrasterscheibe eingegangen. Zum Abschluss des theoretischen Teils dieser Arbeit wird die Theorie des eingesetzten Befindlichkeitsfragebogens veranschaulicht. Gegenstand des empirischen Teils dieser Arbeit sind zwei zentrale Fragestellungen. Erstens soll untersucht werden, ob durch den höheren Informationsgehalt grundlegende Wahrnehmungsleistungen in bestimmten Bereichen positiv beeinflusst werden können. Zweitens soll untersucht werden, ob sich die höhere visuelle Natürlichkeit und die Neuartigkeit der Bildpräsentation auch auf die subjektive Befindlichkeit der Probanden auswirkt. Die empirische Überprüfung dieser Hypothesen erfolgt mittels dreier Experimente. Bei den ersten beiden Experimenten stehen grundlegende wahrnehmungspsychologische Leistungen im Vordergrund, während in der dritten Untersuchung der Bereich der subjektiven Befindlichkeit gemessen wird. Abschließend werden die Ergebnisse der Untersuchungen vorgestellt und diskutiert. Des Weiteren werden konkrete Einsatzmöglichkeiten für die Linsenrasterscheibe aufgezeigt und denkbare nachfolgende experimentelle Vorgehensweisen skizziert.This paper describes the perceptual psychological evaluation of a three-dimensional visualization technology, which was developed at the Institute of Peripheral Microelectronics (IPM) at the University of Kassel. The three-dimensional presentation with the auto-stereoscopic lenticular technology provides a new dimension of interaction with the computer. In comparison to conventional three-dimensional visualizations, where a 3D object is projected on a 2D screen and therefore still stays at screen level, the stereoscopic presentation allows an objects three-dimensional visualization. The objects appear in front of or behind the screen. Since the auto-stereoscopic lenticular technique has never been evaluated perceptual psychologically before and also only few investigations of 3D systems providing quantitative results are available at all (Vollbracht, 1997), a central interest in research exists. To perform an evaluation of this particular 3D system at first the concept of evaluation will be defined in the theoretical part of this paper. Furthermore the perceptual psychological basics of monocular and binocular depth perception are explained. Subsequently techniques to create depth in pictures and on screen as well as the differences between natural and artificial depth perception are described. Following the description of several stereoscopic systems the auto-stereoscopic lenticular display is illustrated. Concluding the theoretical part the theoretical background of the well-being questionnaire used is explained. The empirical part consists of two main issues. First of all the question whether the higher information input causes better results in selected basic perception tasks will be researched. Secondly it shall be examined whether the higher visual naturalness and the new way of presenting visual information affects the test persons subjective well-being. The empirical examination of these hypotheses is carried out in form of three experiments. The first two experiments focus on perceptual performance, while the third investigates the subjective well-being of the subjects. Finally the results of these experiments are presented and discussed. Furthermore concrete applications for the auto-stereoscopic display are illustrated and possible further experiments are outlined.
URI: urn:nbn:de:hebis:34-1560
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