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KOBRA - Dokumentenserver der Universität Kassel  → Fachbereiche  → FB 07 / Wirtschaftswissenschaften   → IVWL - Institut für Volkswirtschaftslehre  → Allgemeine Wirtschaftspolitik  → Dissertationen 

Please use this identifier to cite or link to this item: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:34-2006071214068

Titel: Innovation and Globalization Policy in Small Transition Countries ; Case study: Macedonia and Slovenia
Autor(en): Galevska, Jasmina
Schlagworte (SWD): MakedonienSlowenienTransformationsländerInnovationsförderungGlobalisierung
Klassifikation (DDC): 320 - Politik (Political science)330 - Wirtschaft (Economics)340 - Recht (Law)350 - Öffentliche Verwaltung (Public administration)
Issue Date: 12-Jul-2006
Zusammenfassung: Diese Arbeit befasst sich mit der Innovations- und Globalisierungspolitik in kleinen Transformationsländern am Beispiel Mazedoniens; diese wurde mit der Lage in Slowenien verglichen, einem Land von ungefähr gleicher Größe und mit gemeinsamer Vergangenheit als Teilrepublik der Jugoslawischen Föderation, aber mit einem wesentlich höheren ökonomischen Entwicklungsstand. Innovation wird dabei verstanden als „Herstellung, Anpassung und Ausnutzung von Neuerungen“, und sie wird durch das Umfeld, in dem sie stattfindet, beeinflusst. Anpassung und Ausnutzung sind gerade für kleine Transformationsländer von erheblicher Bedeutung, da ihre Fähigkeit zu Herstellung von Neuerungen sehr begrenzt sind. Die Rolle der Innovationspolitik besteht hierbei darin, institutionelle und organisationelle Regulierungen einzuführen, die ein günstiges Umfeld sowohl für Innovationen als auch für die Entwicklung eines nationalen Innovationssystems schaffen. Die Rolle der Politik besteht also nicht in der Innovation als solcher, sondern in der Herstellung der notwendigen Bedingungen für die Industrie und die Forschungseinrichtungen dahingehend zu schaffen, dass sie ihr Wissen, ihre Fertigkeiten und ihre praktischen Erfahrungen für innovative Tätigkeiten einsetzen können. Auf der einen Seite gibt es Institutionen und Organisationen, ohne die die Unternehmen rückständig und wenig leistungsstark wären (etwa das Patentamt oder Institutionen höherer Bildung), und auf der anderen Seite gibt es Institutionen und Organisationen, welche die Unternehmen dabei unterstützen, dass sie ihre Tätigkeit weiter unterstützen (z.B. durch Technologietransfer-Zentren und Netzwerke). Die Leistungen dieser Institutionen und Organisationen sind von großer Bedeutung für die nationalen Innovationssysteme und sollten ihrerseits durch Innovationspolitik unterstützt werden; dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Leistungen vom Staat bereitgestellt werden, vielmehr sollte die Wirtschaftspolitik Möglichkeiten für die öffentlich/private oder sogar rein private Bereitstellung solcher Leistungen in Erwägung ziehen; dies würde nicht nur die Kosten für den Staat senken, sondern auch die Effizienz bei der Erstellung dieser Leistungen steigern. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das größte Problem der Innovationspolitik in Mazedonien darin besteht, dass es sie gar nicht gibt, und zwar nicht als Folge einer bewussten Entscheidung darüber. Tatsächlich müssen Ressourcen und Zeit für die Schaffung eines nationalen Innovationssystems eingesetzt werden mit Hilfe einer Politik, die sich auf die wesentlichen Umrisse konzentriert, wobei die Nachfrage nach Technologie im Unternehmensbereich gesteigert wird und das Wissen und das Informationsangebot restrukturiert wird. Dieses System muss offen sein, unter beständigem Verbesserungsdruck stehen und fähig sein, sich an Veränderungen anzupassen. Damit eine solche Politik erfolgreich ist, muss es einen Konsens darüber zwischen allen beteiligten Akteuren geben und darüber hinaus auch eine Kohärenz zwischen den verschiedenen politischen Institutionen. Das ist deswegen wichtig, weil der Innovationsprozess komplex ist und verschiedene Politikbereiche berührt. Ziel sollte die Schaffung eines Systems sein, das einerseits auf Autonomie und Kooperation aufbaut, andererseits aber auch Wettbewerb zwischen den beteiligten Institutionen und Organisationen fördert. Eine wichtige Bedingung für ein positives Investitionsklima im Bereich der Innovation ist die Erreichung von makroökonomischer Stabilität. Die gegenwärtige Situation ist gekennzeichnet durch Instabilität des Rechtswesens, durch Korruption und Probleme des Vertragsschutzes, die sowohl ausländische als auch inländische Akteure davon abhält, sich in wirtschaftlichen Aktivitäten in Mazedonien zu engagieren. Bei der Suche nach einem Ausweg aus diesen Problemen ist es wichtig für Mazedonien, von anderen Ländern wie Slowenien zu lernen, die ähnliche Probleme haben, aber auch schon Erfahrungen in der Problemlösung. Man muss dabei beachten, dass der Entwicklungsstand, das wirtschaftliche und das politische Umfeld in beiden Vergleichsländern sich erheblich unterscheiden, so dass die Lektionen, die Mazedonien von Slowenien lernen könnte, nicht direkt übertragen und kopiert werden können, sondern entsprechend angepasst werden müssen. Die vorliegende Arbeit liefert Einsichten in die Probleme der Innovationspolitik in Transformationsländern und liefert daher sowohl einen Anreiz als auch eine Quelle von Informationen für künftige Analysen der wirtschaftlichen Bedingungen und vor allem Innovationspolitik in Transformationsländern.This work has been concentrated on the innovation and globalization policy in small transition countries, focusing on Macedonia and using Slovenia as a reference country, having in common the size of the countries and their joint past as part of the Yugoslavian federation but with different economical level of development. Innovation seen as “production, assimilation and exploitation of novelties” is influenced by the environment in which it is happening. Assimilation and exploitation are of significant importance for small transition countries since their capabilities for novelties production are limited. The role of the innovation policy in this concept is to put in place institutional and organizational regulations supporting an environment favorable for innovation as well as the development of national innovation system. The role of the policy is not to innovate, but to create the necessary conditions for the industry and the research institutions to be able to use their knowledge and skills and practice for innovative activities. On one side are institutions and organizations without whose existence the enterprises will be set-back and limited in their performance (Patent Office, institutions of higher education), and on the other side are institutions and organizations that are helping and supporting them to further improve their work (technology transfer centers, networks). The services that these institutions and organizations provide are of great importance for the national innovation systems and should be supported from the innovation policy; however this does not assume them to be exclusively publicly provided, but the policy should take in consideration possibilities for their public/private or even pure private provision, which would lead to smaller state costs as well as higher efficiency in the services supply. The work concludes that the biggest problem of innovation policy in Macedonia is the lack of it and this is not because of a conscious decision made on the subject. There is the need for resources and time to be devoted to the creation of a national innovation system using a policy that will concentrate on the big picture, enhancing demand for technology within enterprises and restructuring knowledge and information supply. This system needs to be open, subjected to constant improvement and capable to adapt to changes. For the policy to be successful there needs to be consensus on the subject among all the actors involved as well as coherence among the different political institutions. This is important because of the complexity of the innovation process and the involvement of different policy elements in it. The goal should be the creation of a system which will be based on the autonomy and cooperation, but also competition, among its institutions and organizations. An important condition for a positive investment climate in innovative activities is achieving macroeconomic stability. The present situation in Macedonia has its specificities such as instability of the legal and judicial systems, corruption, and problems of contract protection which are some of the reasons of fear for foreign and domestic actors to engage in economical activities in Macedonia. In search for the solution for some of these problems, it is important for Macedonia to learn from other countries such as Slovenia that have similar problems and already experience in their solution. It has to be kept in mind that the level of development, economical as well as political environment, in both reference countries has its differences so the lessons should be learned and adapted and not directly copied. This work gives an insight on the problems in innovation policy in transition countries and presents a stimulus as well as a source of information for further analysis of the economic conditions and the innovation policies in transition countries.
URI: urn:nbn:de:hebis:34-2006071214068
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