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KOBRA - Dokumentenserver der Universität Kassel  → Fachbereiche  → FB 01 / Humanwissenschaften  → Institut für Erziehungswissenschaft  → Grundschulpädagogik  → Dissertationen 

Please use this identifier to cite or link to this item: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:34-2010020831943

Title: Entwicklung von Interessen und Nicht-Interessen bei Kindern im Kindergarten, in der Grundschule und in der Sekundarstufe I
Authors: Wieder, Barbara
???metadata.dc.subject.swd???: KindergartenSchuleInteresseInteresselosigkeit
???metadata.dc.subject.ddc???: 370 - Erziehung, Schul- und Bildungswesen (Education)
Issue Date: 8-Feb-2010
Abstract: Zusammenfassung der Dissertation von Barbara Wieder zum Thema: Entwicklung von Interessen und Nicht-Interessen bei Kindern im Kindergarten, in der Grundschule und in der Sekundarstufe I. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Genese und Entwicklung von Interessen und Nicht-Interessen von Kindern im Alter von 4 bis 16 Jahren. Dazu wurden 87 Kinder sowie deren Eltern und Lehrkräfte bzw. Erzieherinnen mittels strukturierter Interviews in einem Längsschnitt etwa alle zwei Jahre wiederholt befragt. Theoretische Grundlage ist die Rahmenkonzeption einer pädagogischen Interessentheorie, die Interesse als einen Bezug zwischen einer Person und einem Gegenstand bestimmt. Dieser Bezug ist charakterisiert durch die Merkmale kognitive Ausprägung, emotionale Tönung und Wertaspekt (SCHIEFELE et al. 1983) sowie durch die Merkmale zur qualitativen Unterscheidung der PG-Bezüge zwischen Vorläufer-Interessen und Individuellen Interessen von VOGT und WIEDER (1999). Nicht-Interesse wird gemäß UPMEIER ZU BELZEN und VOGT (2001) mithilfe theoretischer Merkmale (wie z. B. Kognition, Emotion, Wertbezug) in zwei unterschiedliche Ausprägungsformen – Desinteresse und Abneigung – differenziert. Für die vorliegende Arbeit ergeben sich folgende Untersuchungsfragen: Wie entstehen Interessen und Nicht-Interessen und wie verlaufen qualitative Entwicklungen? Inwiefern werden die Interessen und Nicht-Interessen im Verlauf außerschulisch und schulisch beeinflusst? Für die Datenerhebung wurden im Rahmen der vorliegenden Studie „halbstandardisierte“ Interviewleitfäden entwickelt und mithilfe der Grundtechniken der qualitativen Inhaltsanalyse von MAYRING (2003) ausgewertet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass alle befragten Kinder spätestens ab dem Schuleintritt über mindestens ein gemäß der Theorie definiertes Individuelles Interesse verfügten, die bis auf eine Ausnahme im außerschulischen Bereich festgestellt wurden. Ausgelöst wurden die Interessen hauptsächlich durch die Eltern und Peers, wobei der Einfluss der Peers im Entwicklungsverlauf immer mehr an Bedeutung gewann. Mit zunehmendem Alter hatten die Kinder auch Nicht-Interessen, die vor allem durch Erlebnisse ausgelöst wurden. Zusätzlich wurde die Entwicklung der Interessen und Nicht-Interessen durch den Grad der Befriedigung der grundlegenden Bedürfnisse (basic needs gemäß DECI & RYAN 1993) nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit während der Person-Gegenstands-Auseinandersetzungen beeinflusst. Beispielsweise fehlte bei Kindern mit schulischen Nicht-Interessen häufig das Erleben von Kompetenz und Autonomie in der Schule. Um der Entstehung von Nicht-Interessen in der Schule vorbeugen zu können, sollte ein alltagsrelevanter, kognitiv und methodisch differenzierter Unterricht stattfinden, der möglichst allen Kindern ein individuelles, positives Kompetenz- und Autonomieerleben ermöglicht. Dann könnten zukünftig sogar vielleicht auch Interessen in der Schule angestoßen werden.Summary of Barbara Wieder’s dissertation on the topic: Development of Interests and Non-Interests of Children in Kindergarten, Primary School and Secondary School. The present dissertation is about the genesis and development of interests and non-interests of children aged four to 16. For that 87 children and their parents and teachers or educators were repeatedly questioned with the help of structured interviews in a longitudinal cut about every two years. Theoretical basis is the conception of a pedagogical interest theory, which defines interest as a reference between a person and an object. This reference is characterised by the characteristics of cognitive shape, emotional shading and value aspect (SCHIEFELE et al. 1983) as well as by the characteristics for qualitative distinguishing of the person-object reference between forerunner interests and individual interests of VOGT and WIEDER (1999). Non-interest is according to UPMEIER ZU BELZEN und VOGT (2001) with the help of theoretical characteristics (such as e. g. cognition, emotion, value reference) distinguished in two different postmodern characteristics – disinterest and animosity. The following analysis questions unfold for the present dissertation: How do interests and non-interests arise and how do qualitative developments proceed? In how far are interests and non-interests influenced extracurricularly and how within school? For data acquisition “half standardized” interview guidelines were developed in the course of this study and they were analysed with the help of the basic techniques of qualitative content analysis by MAYRING (2003). The results clarify that all questioned children disposed of at least one according to the theory defined individual interest at the latest from their first day at school, which was but for one exception ascertained in the extracurricular area. The interests were mainly triggered by their parents and peers, whereas the influence of the peers became more and more important. With growing age the children also had non-interests which were triggered by experiences. In addition, the development of interests and non-interests was influenced by the level of satisfaction of their basic needs (basic needs according to DECI & RYAN 1993) of competence, autonomy and social integration during the person-object-dispute. For example children with school non-interests frequently lacked the experience of competence and autonomy in school. In order to be able to prevent the appearance of non-interest in school, the school education should be close to daily life and be both cognitively and methodically differentiated, which will preferably allow every child to experience an individual, positive experience of competence and autonomy. With that, in the future there could even be interests initiated in school.
URI: urn:nbn:de:hebis:34-2010020831943
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