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KOBRA - Dokumentenserver der Universität Kassel  → Fachbereiche  → FB 07 / Wirtschaftswissenschaften   → IBWL - Institut für Betriebswirtschaftslehre  → Banken / Versicherungen / Finanzierung  → Dissertationen 

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http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:34-2013110444495

Titel: CAPM und Behavioral Finance - Versuch einer Synthese
Autor(en): Hackl, Harald
Schlagworte (SWD): KapitalmarkttheorieCapital-Asset-Pricing-ModellVerhaltensökonomieEntscheidungsfindung
Klassifikation (DDC): 330 - Wirtschaft (Economics)
Erscheinungsdatum: 4-Nov-2013
Zusammenfassung: Seit Etablierung der ersten Börsen als Marktplatz für fungible Güter sind Marktteilnehmer und die Wissenschaft bemüht, Erklärungen für das Zustandekommen von Marktpreisen zu finden. Im Laufe der Zeit wurden diverse Modelle entwickelt. Allen voran ist das neoklassische Capital Asset Pricing Modell (CAPM) zu nennen. Die Neoklassik sieht den Akteur an den Finanzmärkten als emotionslosen und streng rationalen Entscheider, dem sog. homo oeconomicus. Psychologische Einflussfaktoren bei der Preisbildung bleiben unbeachtet. Mit der Behavioral Finance hat sich ein neuer Zweig zur Erklärung von Börsenkursen und deren Bewegungen entwickelt. Die Behavioral Finance sprengt die enge Sichtweise der Neoklassik und geht davon aus, dass psychologische Effekte die Entscheidung der Finanzakteure beeinflussen und dabei zu teilweise irrational und emotional geprägten Kursänderungen führen. Eines der Hauptprobleme der Behavioral Finance liegt allerdings in der fehlenden formellen Ermittelbarkeit und Testbarkeit der einzelnen psychologischen Effekte. Anders als beim CAPM, wo die einzelnen Parameter klar mathematisch bestimmbar sind, besteht die Behavioral Finance im Wesentlichen aus psychologischen Definitionen von kursbeeinflussenden Effekten. Die genaue Wirkrichtung und Intensität der Effekte kann, mangels geeigneter Modelle, nicht ermittelt werden. Ziel der Arbeit ist es, eine Abwandlung des CAPM zu ermitteln, die es ermöglicht, neoklassische Annahmen durch die Erkenntnisse des Behavioral Finance zu ergänzen. Mittels der technischen Analyse von Marktpreisen wird versucht die Effekte der Behavioral Finance formell darstellbar und berechenbar zu machen. Von Praktikern wird die technische Analyse dazu verwendet, aus Kursverläufen die Stimmungen und Intentionen der Marktteilnehmer abzuleiten. Eine wissenschaftliche Fundierung ist bislang unterblieben. Ausgehend von den Erkenntnissen der Behavioral Finance und der technischen Analyse wird das klassische CAPM um psychologische Faktoren ergänzt, indem ein Multi-Beta-CAPM (Behavioral-Finance-CAPM) definiert wird, in das psychologisch fundierte Parameter der technischen Analyse einfließen. In Anlehnung an den CAPM-Test von FAMA und FRENCH (1992) werden das klassische CAPM und das Behavioral-Finance-CAPM getestet und der psychologische Erklärungsgehalt der technischen Analyse untersucht. Im Untersuchungszeitraum kann dem Behavioral-Finance-CAPM ein deutlich höherer Erklärungsgehalt gegenüber dem klassischen CAPM zugesprochen werden.Since the establishment of the first stock exchanges as a marketplace for fungible goods market participants and science tried to find explanations for the occurrence of market prices. Over time various models have been developed. First and foremost is the neo-classical capital asset pricing model (CAPM) to call. In the neoclassical theory the financial market participant is renowned as an emotionless and strictly rational decision-maker, the so called homo economicus. Psychological factors in the market-pricing remain unnoticed. The behavioral finance theory developed a new model for the explanation of market prices and their movements. Behavioral finance goes beyond the narrow view of neoclassical economics and assumes that psychological effects influence the decision of financial actors. This influence leads to some irrational and emotionally imprinted market prices. One of the main problem of behavioral finance lies in the lack of mathematical investigatability and testability of individual psychological influences. Unlike the CAPM, where the individual parameters are clearly mathematically determinable, behavioral finance consists mainly of psychological definitions of price sensitive effects. The exact direction and intensity of these effects may, for lack of appropriate mathematical models, can not be determined. The purpose of these work is to detect a modification of the CAPM, which makes it possible to supplement neoclassical assumptions by the findings of behavioral finance. It is the attempt undertaken, using the technical analysis of market prices, to make the effects of behavioral finance mathematically describable and calculable. Practitioners utilize the technical analysis of market prices to determinate the intentions of the market participants. So far there is no scientific basis therefor. Based on the findings of behavioral finance and the technical analysis the classical CAPM is supplemented by psychological factors, defining a multi-beta-capm (behavioral-finance-CAPM) by including psychology based parameters of the technical analysis. Following the CAPM test of FAMA and FRENCH (1992), the classical CAPM and the behavioral-finance-CAPM will be tested. During the investigation period the behavioral-finance-CAPM has a significantly higher explanatory power compared to the classical CAPM.
URI: urn:nbn:de:hebis:34-2013110444495
Sammlung(en):Dissertationen

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