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KOBRA - Dokumentenserver der Universität Kassel  → Fachbereiche  → FB 07 / Wirtschaftswissenschaften   → IVWL - Institut für Volkswirtschaftslehre  → Umwelt- und Verhaltensökonomik  → Dissertationen 

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http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:34-2014011744782

Titel: Ansätze einer akteursbasierten Innovationserklärung
Sonstige Titel: Konzeptionelle Überlegungen, empirische Untersuchung und agentenbasierte Modellierung
Autor(en): Daskalakis, Maria
Schlagworte (SWD): InnovationsforschungVerhaltensökonomieEvolutorische WirtschaftKreativitätForschungStrukturgleichungsmodellMehragentensystem
Klassifikation (DDC): 330 - Wirtschaft (Economics)
Erscheinungsdatum: 17-Jan-2014
Zusammenfassung: Mit der vorliegenden Arbeit soll ein Beitrag zu einer (empirisch) gehaltvollen Mikrofundierung des Innovationsgeschehens im Rahmen einer evolutorischen Perspektive geleistet werden. Der verhaltensbezogene Schwerpunkt ist dabei, in unterschiedlichem Ausmaß, auf das Akteurs- und Innovationsmodell von Herbert Simon bzw. der Carnegie-School ausgerichtet und ergänzt, spezifiziert und erweitert dieses unter anderem um vertiefende Befunde der Kreativitäts- und Kognitionsforschung bzw. der Psychologie und der Vertrauensforschung sowie auch der modernen Innovationsforschung. zudem Bezug auf einen gesellschaftlich und ökonomisch relevanten Gegenstandsbereich der Innovation, die Umweltinnovation. Die Arbeit ist sowohl konzeptionell als auch empirisch ausgerichtet, zudem findet die Methode der Computersimulation in Form zweier Multi-Agentensysteme Anwendung. Als zusammenfassendes Ergebnis lässt sich im Allgemeinen festhalten, dass Innovationen als hochprekäre Prozesse anzusehen sind, welche auf einer Verbindung von spezifischen Akteursmerkmalen, Akteurskonstellationen und Umfeldbedingungen beruhen, Iterationsschleifen unterliegen (u.a. durch Lernen, Rückkoppelungen und Aufbau von Vertrauen) und Teil eines umfassenderen Handlungs- sowie (im Falle von Unternehmen) Organisationskontextes sind. Das Akteurshandeln und die Interaktion von Akteuren sind dabei Ausgangspunkt für Emergenzen auf der Meso- und der Makroebene. Die Ergebnisse der Analysen der in dieser Arbeit enthaltenen fünf Fachbeiträge zeigen im Speziellen, dass der Ansatz von Herbert Simon bzw. der Carnegie-School eine geeignete theoretische Grundlage zur Erfassung einer prozessorientierten Mikrofundierung des Gegenstandsbereichs der Innovation darstellt und – bei geeigneter Ergänzung und Adaption an den jeweiligen Erkenntnisgegenstand – eine differenzierte Betrachtung unterschiedlicher Arten von Innovationsprozessen und deren akteursbasierten Grundlagen sowohl auf der individuellen Ebene als auch auf Ebene von Unternehmen ermöglicht. Zudem wird deutlich, dass der Ansatz von Herbert Simon bzw. der Carnegie-School mit dem Initiationsmodell einen zusätzlichen Aspekt in die Diskussion einbringt, welcher bislang wenig Aufmerksamkeit fand, jedoch konstitutiv für eine ökonomische Perspektive ist: die Analyse der Bestimmungsgrößen (und des Prozesses) der Entscheidung zur Innovation. Denn auch wenn das Verständnis der Prozesse bzw. der Determinanten der Erstellung, Umsetzung und Diffusion von Innovationen von grundlegender Bedeutung ist, ist letztendlich die Frage, warum und unter welchen Umständen Akteure sich für Innovationen entscheiden, ein zentraler Kernbereich einer ökonomischen Betrachtung. Die Ergebnisse der Arbeit sind auch für die praktische Wirtschaftspolitik von Bedeutung, insbesondere mit Blick auf Innovationsprozesse und Umweltwirkungen.The present work aims to make a contribution to the establishment of an empirically substantial microfoundation of innovation processes in the context of an evolutionary perspective. The behaviour-related focal point of the study is based in varying degrees on the actor and innovation model of Herbert Simon and the Carnegie School. It is complemented, specified and extended through findings from creativity and cognition research, psychology and trust research as well as from modern innovation research. The work makes reference to a socially and economically relevant area of innovation, namely environmental innovation and is conceptually as well as empirically oriented. In addition, methods of computer simulation in the form of two multi-agent systems are applied. As an overall result, it could be determined that innovations must be regarded as highly precarious processes depending on a particular combination of specific actor characteristics, actor constellations and boundary conditions. Furthermore, they are subject to iteration loops (for example, through learning, feedback and the development of trust) and are always part of a larger context of action and (in the case of companies) an organizational environment. The activities of these actors and their interaction are the starting point for the emergence of innovation phenomena on the meso- and macro-level. In particular, the results of the analyses of the five separate scientific studies included in this larger work show that the use of the approach developed by Herbert Simon and the Carnegie School provides a suitable theoretical basis for the establishment of a process-oriented microfoundation for the area of innovation. With appropriate supplementation and adaptation for the respective object of study, it also provides a highly differentiated means of viewing various types of innovation processes and their actor-based underpinnings on an individual level as well as on an organizational level. In this connection, it also becomes evident that with the initiation model the Simon/Carnegie approach brings an additional aspect into the discussion which until now has received little attention, despite having a constitutive influence for an economic perspective - namely, the analysis of the parameters and processes for the decision to conduct innovations. Even if the understanding of the processes, or the determinants, for the preparation, realization and diffusion of innovations is of basic significance, finally the question why and under which circumstances actors finally decide for innovation is a central aspect of an economic consideration of the subject. The results of this study are also relevant for economic policy especially as regards to innovation and environmental issues.
URI: urn:nbn:de:hebis:34-2014011744782
Sammlung(en):Dissertationen

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