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KOBRA - Dokumentenserver der Universität Kassel  → Fachbereiche  → FB 06 / asl - Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung  → Fachgebiete Landschaftsarchitektur / Landschaftsplanung  → Landschaftsplanung / Landnutzung  → Dissertationen 

Please use this identifier to cite or link to this item: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:34-2014102846171

Title: Bürgerschaftliches Engagement bei der Inventarisierung historischer Kulturlandschaftselemente
Other Titles: Empfehlungen für den Aufbau von Inventarisierungsprojekten mit Bürgern basierend auf Erfahrungen aus acht Fallbeispielen
Authors: Stegmann, Veronika
???metadata.dc.subject.swd???: EngagementBevölkerungEhrenamtCitizen ScienceKulturlandschaftKulturlandschaftselementKulturlandschaftskataster
???metadata.dc.subject.ddc???: 710 - Landschaftsgestaltung, Raumplanung (Civic and landscape art)
Issue Date: 28-Oct-2014
Abstract: Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Bürger an der Inventarisierung historischer Kulturlandschaftselemente mitwirken können und welche Leistungen von ihnen erbracht werden können. Dabei wird der Fokus darauf gerichtet, ob mit einer optimalen organisatorischen und methodischen Herangehensweise ein Inventar historischer Kulturlandschaftselemente erstellt werden kann, das auch den Anforderungen für eine planerische Anwendung genügt. Forschungsschwerpunkte der Arbeit sind entsprechend die Inventarisierung historischer Kulturlandschaftselemente und die Anforderungen an die dabei erstellten Inventare sowie die Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement bei der Inventarisierung. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob mit dem bürgerschaftlichen Engagement bei der Inventarisierung ein sonstiger Mehrwert verbunden ist. Die Untersuchung wird anhand von Fallstudien durchgeführt. Empirische Grundlage sind acht ausgewählte Beispielprojekte, in denen Bürger an der Inventarisierung historischer Kulturlandschaftselemente mitwirken bzw. diese durchführen. Um einen möglichst großen Erfahrungspool zu erschließen wurden Fallbeispiele gewählt, die sich u. a. hinsichtlich der Rahmenbedingungen, der Organisationsstrukturen, dem Maß und der Art der Mitwirkung von Bürgern unterscheiden. Die detaillierte Analyse dieser Projekte und die Evaluierung der in ihrem Rahmen erstellten Inventare ist Hauptgegenstand dieser Arbeit und eine Grundlage für die Entwicklung von Empfehlungen für bürgerschaftliches Engagement bei der Inventarisierung historischer Kulturlandschaftselemente. Die Datenerhebung für die Analyse und Evaluierung erfolgt in erster Linie mittels Befragungen. Die Untersuchung zeigt, dass durch bürgerschaftliches Engagement wertvolle Beiträge zur Inventarisierung historischer Kulturlandschaftselemente geleistet werden können. In der Bevölkerung gibt es sowohl Interesse an der aktiven Mitwirkung als auch Kompetenzen, um unter Anleitung historische Kulturlandschaftselemente zu erfassen. Es müssen jedoch einige methodische Hinweise berücksichtigt und Maßnahmen getroffen werden, um Defizite, die sich durch die Erfassung durch Freiwillige ergeben können, zu vermeiden. So ist es bspw. zwingend notwendig, organisatorische Strukturen, Methoden und Standards vorzugeben, die Freiwilligen anzuleiten und ggf. zu unterstützen sowie die erhobenen Daten zu prüfen und in einem gewissen Umfang auch zu qualifizieren. Wenn die Inventarisierungen von Fachexperten aufgebaut und gesteuert werden, kann verhindert werden, dass die methodische Vorgehensweise von den fachlichen Anforderungen abweicht, und dass falsch erhobene und bewertete Daten verbreitet werden. Nicht von der Hand zu weisen ist der hohe Organisations- und Betreuungsaufwand sowie der Aufwand zur Prüfung und Nachbesserung der Daten, der mit der Beteiligung von Bürgern einhergeht. Doch selbst wenn die erfassten Daten der Bürger nur eine Grundlage bilden, die geprüft und für eine planerische Verwendung weiter qualifiziert werden muss, können durch die Einbindung von Bürgern wichtige Beiträge zum Erhalt der Kulturlandschaft geleistet werden. Neben der Datenerfassung werden zahlreiche Bürger für das Themenfeld Kulturlandschaft sensibilisiert, so dass die Anliegen zum Erhalt der Kulturlandschaft in weiten Teilen der Bevölkerung an Bedeutung gewinnen und verankert werden können. Um das Potenzial bürgerschaftlichen Engagements für die Inventarisierung historischer Kulturlandschaftselemente optimal nutzen zu können, und um möglichst bundes- oder landesweit einheitliche Inventare zu erstellen die Akzeptanz finden und für die Planung und weitere Anwendungszwecke genutzt werden, besteht noch Entwicklungs- und Abstimmungsbedarf. Manche Entwicklungen stehen nicht in Zusammenhang mit der Beteiligung von Bürgern, sondern sind generell notwendig, um einheitliche und möglichst landes- oder gar bundesweite Inventarisierungen historischer Kulturlandschaftselemente zu realisieren. Dies betrifft z. B. die Konsensfindung unter den Behörden und Fachstellen bezüglich methodischer Fragen und der Zuständigkeiten oder die Entwicklung eines geeigneten GIS-basierten Online-Inventars.This work concentrates on the question how citizens can contribute to an inventory of historic cultural landscape elements as well as on which services that can be provided by them. Herein the focus is set on the question if an optimized approach can generate an inventory of historic landscape elements that can even meet the requirements for official planning purposes. Key research elements of this work are therefore the inventory of historic cultural landscape elements, requirements of these inventories and possibilities of citizen commitment within these inventory processes. In addition the author pursues the question if the citizen commitment entails further benefit. The analysis is being carried out through an investigation of case studies. Eight selected projects serve as an empirical basis in which citizens are either part of a cultural landscape element inventory or conduct them. To cover the largest possible area of expertise, projects were selected varying i. e. in their framework requirements, organizational structures or the involvement level and type of citizens. A detailed analysis of these projects including their established inventories is the main aspect of this work. This analysis then serves as a basis for the development of recommendations regarding citizen commitment within the inventory of historic cultural landscape elements. Information for the analysis and its evaluation was primarily gathered through interviews. The analysis shows that citizen commitment can generate valuable contributions to an inventory of historic cultural landscape elements. Within the general public interest to be actively involved can be found along with the necessary competences to map historic cultural landscape elements with guidance. However, methodical advice needs to be considered besides certain measures to avoid deficits related to a voluntary data collection. Thus, it is absolutely necessary to establish organizational structures, supply methods and standards or train and if needed guide volunteers with their work. Furthermore, collected information should be reviewed and qualified if necessary. If an inventory is lead and steered by experts, methodical impreciseness and divagations from professional standards can be avoided and the spread of insufficient or even false data can be prevented. At this point it needs to be clearly stated that the participation of citizens in such inventories is bound to a high level of organizational guidance, besides the reviewing and correction of data that comes along with the participation of citizens. Even though data collected by citizens can only serve as a basis that needs to be verified by experts before its use in planning processes, important information to conserve the cultural landscape can be obtained through this type of participation. Besides collected data, citizen involvement also leads to a raising awareness and through this to anchor this issue within society. To fully exploit the potential of citizens' participation on inventories of historic cultural landscape ele-ments and to establish harmonized databases on a federal level that are recognized, further develop-ment, cooperation and reconciliation is needed. Some aspects are not limited to the participation of citizens but are generally necessary to realize a harmonized inventory on state or even national level. This is necessary i. e. for the consensus of authorities and professional offices regarding the methodology, competences or a useful GIS-based online inventory.
URI: urn:nbn:de:hebis:34-2014102846171
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