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KOBRA - Dokumentenserver der Universität Kassel  → Fachbereiche  → FB 07 / Wirtschaftswissenschaften   → IVWL - Institut für Volkswirtschaftslehre  → Allgemeine Wirtschaftspolitik  → Dissertationen 

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http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:34-2015052848407

Titel: From evolution to co-evolution – An empirical study of the role of innovation, policy and public research in industrial dynamics
Autor(en): Blankenberg, Ann-Kathrin
Schlagworte (SWD): IndustrieökonomieUnternehmensentwicklung
Klassifikation (DDC): 330 - Wirtschaft (Economics)
Erscheinungsdatum: 28-Mai-2015
Zusammenfassung: In the past decades since Schumpeter’s influential writings economists have pursued research to examine the role of innovation in certain industries on firm as well as on industry level. Researchers describe innovations as the main trigger of industry dynamics, while policy makers argue that research and education are directly linked to economic growth and welfare. Thus, research and education are an important objective of public policy. Firms and public research are regarded as the main actors which are relevant for the creation of new knowledge. This knowledge is finally brought to the market through innovations. What is more, policy makers support innovations. Both actors, i.e. policy makers and researchers, agree that innovation plays a central role but researchers still neglect the role that public policy plays in the field of industrial dynamics. Therefore, the main objective of this work is to learn more about the interdependencies of innovation, policy and public research in industrial dynamics. The overarching research question of this dissertation asks whether it is possible to analyze patterns of industry evolution – from evolution to co-evolution – based on empirical studies of the role of innovation, policy and public research in industrial dynamics. This work starts with a hypothesis-based investigation of traditional approaches of industrial dynamics. Namely, the testing of a basic assumption of the core models of industrial dynamics and the analysis of the evolutionary patterns – though with an industry which is driven by public policy as example. Subsequently it moves to a more explorative approach, investigating co-evolutionary processes. The underlying questions of the research include the following: Do large firms have an advantage because of their size which is attributable to cost spreading? Do firms that plan to grow have more innovations? What role does public policy play for the evolutionary patterns of an industry? Are the same evolutionary patterns observable as those described in the ILC theories? And is it possible to observe regional co-evolutionary processes of science, innovation and industry evolution? Based on two different empirical contexts – namely the laser and the photovoltaic industry – this dissertation tries to answer these questions and combines an evolutionary approach with a co-evolutionary approach. The first chapter starts with an introduction of the topic and the fields this dissertation is based on. The second chapter provides a new test of the Cohen and Klepper (1996) model of cost spreading, which explains the relationship between innovation, firm size and R&D, at the example of the photovoltaic industry in Germany. First, it is analyzed whether the cost spreading mechanism serves as an explanation for size advantages in this industry. This is related to the assumption that the incentives to invest in R&D increase with the ex-ante output. Furthermore, it is investigated whether firms that plan to grow will have more innovative activities. The results indicate that cost spreading serves as an explanation for size advantages in this industry and, furthermore, growth plans lead to higher amount of innovative activities. What is more, the role public policy plays for industry evolution is not finally analyzed in the field of industrial dynamics. In the case of Germany, the introduction of demand inducing policy instruments stimulated market and industry growth. While this policy immediately accelerated market volume, the effect on industry evolution is more ambiguous. Thus, chapter three analyzes this relationship by considering a model of industry evolution, where demand-inducing policies will be discussed as a possible trigger of development. The findings suggest that these instruments can take the same effect as a technical advance to foster the growth of an industry and its shakeout. The fourth chapter explores the regional co-evolution of firm population size, private-sector patenting and public research in the empirical context of German laser research and manufacturing over more than 40 years from the emergence of the industry to the mid-2000s. The qualitative as well as quantitative evidence is suggestive of a co-evolutionary process of mutual interdependence rather than a unidirectional effect of public research on private-sector activities. Chapter five concludes with a summary, the contribution of this work as well as the implications and an outlook of further possible research.Ökonomen haben in den vergangen Jahrzehnten Forschung betrieben um die Bedeutung von Innovationen auf Firmen- und Branchenlevel zu analysieren. Diese Forschung geht dabei auf die einflussreichen Schriften von Joseph A. Schumpeter zurück. Wissenschaftler betrachten Innovationen dabei als den Auslöser von Branchendynamiken. Innovationen werden aber auch von Seiten der Politik aus betrachtet. Allgemein werden von politischer Seite aus Ausbildung und Forschung als zentrale Faktoren für Wirtschaftswachstum und Wohlfahrt erachtet und stellen wichtige politische Ziele dar. In diesem Zusammenhang werden Unternehmen und die öffentliche Forschung als die wichtigsten Akteure betrachtet, die für die Schaffung von neuem Wissen relevant sind. Dieses neue Wissen wird schlussendlich durch Innovationen an den Markt gebracht. Daher werden Innovationen auch direkt durch die Politik gefördert. Beide Akteure, also sowohl die politischen Entscheidungsträger als auch die Forscher sind sich einig, dass Innovationen eine zentrale Rolle spielen, aber auf Seiten der Forschung (Industriedynamik) wird die Rolle, die die Politik innehat oftmals nicht berücksichtigt. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es daher, mehr über die Rolle von Innovationen, Politik und öffentlicher Forschung im Forschungsfeld Industriedynamik zu lernen. Die übergeordnete Fragestellung der vorliegenden Arbeit untersucht, ob es möglich ist, Muster der Industrieentwicklung zu analysieren – von evolutionären hin zu ko-evolutionären Ansätzen - auf der Basis empirischer Studien über die Rolle von Innovationen, Politik und öffentlicher Forschung im Forschungsfeld Industriedynamik. Diese Arbeit beginnt mit einer hypothesenbasierten Untersuchung der traditionellen Ansätze der Industriedynamik. Und zwar mit dem Testen einer Grundannahme der zentralen Modelle der Industriedynamik und der Analyse der Entwicklungsmuster. Als Grundlage dafür dient eine Industrie, die durch politische Maßnahmen beeinflusst wurde und noch immer beeinflusst wird. Im Anschluss daran werden explorativ ko-evolutionären Prozesse untersucht. Dies führt zu den folgenden Fragen: Haben große Unternehmen aufgrund ihrer Größe Vorteile, die auf dem „cost spreading“-Mechanismus basieren? Haben Firmen mit geplantem Wachstum mehr Innovationen? Welche Rolle spielen politische Maßnahmen für die Entwicklungsmuster einer Industrie? Sind die gleichen Entwicklungsmuster beobachtbar wie jene, die in den Industrielebenszyklustheorien beschrieben werden? Ist es möglich, regionale ko-evolutionäre Prozesse von Wissenschaft, Innovation und Industrieentwicklung zu beobachten? Basierend auf zwei verschiedenen empirischen Kontexten - und zwar der Laser und der Photovoltaik-Industrie – versucht die vorliegende Arbeit diese Fragen zu beantworten und kombiniert einen evolutionären Ansatz mit einem ko-evolutionären Ansatz. Das erste Kapitel startet mit einer Einführung in die Thematik und das Forschungsfeld, in dem diese Dissertation verortet ist. Das zweite Kapitel testet am Beispiel der Photovoltaik-Industrie in Deutschland in einer neuen Art und Weise das „cost spreading“ Modell von Cohen und Klepper (1996), welches den Zusammenhang zwischen Innovation, Firmengröße und F&E erklärt. Zuerst wird untersucht, ob der „cost spreading“-Mechanismus als Erklärung für Größenvorteile in dieser Industrie dient. Dies basiert auf der Annahme, dass die Anreize F&E zu betreiben mit dem ex-ante Output steigen. Weiterhin wird der Zusammenhang zwischen Wachstumsplänen und Innovationsaktivitäten untersucht. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass „cost spreading“ eine Erklärung für Größenvorteile in dieser Industrie ist. Weiterhin zeigt sich, dass geplanter Wachstum zu mehr Innovationen führt. Darüber hinaus ist die Bedeutung von politischen Maßnahmen für die Industrieentwicklung noch nicht final im Forschungsfeld der Industriedynamiken geklärt. In Deutschland hat die Einführung von nachfragefördernden Politikinstrumenten sowohl den Markt- als auch den Industriewachstum stimuliert. Während die Maßnahmen das Marktwachstum direkt gefördert haben, ist der Einfluss auf die Industrieentwicklung etwas weniger eindeutig. Kapitel drei untersucht daher diesen Zusammenhang, wobei ein Modell der Industrieentwicklung als Grundlage benutzt wird, jedoch nachfragefördernde Politikinstrumente als Auslöser der Entwicklung betrachtet werden. Die Ergebnisse deuten an, dass diese Instrumente den gleichen Effekt haben können wie eine Innovation, d.h. die Entwicklung, den Wachstum und schlussendlich auch die Marktbereinigung (Shakeout) einer Industrie zu fördern. Das vierte Kapitel untersucht die regionale Ko-evolution der Firmenpopulation, privatwirtschaftliches Patentierungs-verhalten und öffentliche Forschung in dem empirischen Kontext der Laser-Forschung und -Produktion über den Zeitraum von mehr als 40 Jahren – von der Entstehung bis zur Mitte der 2000er Jahre. Sowohl die qualitativen als auch die quantitativen Beweise deuten auf einen ko-evolutionären Prozess der gegenseitigen Abhängigkeit hin und nicht auf einen einseitigen Effekt von öffentlicher Forschung auf privatwirtschaftliche Aktivitäten. Kapitel 5 endet mit einer Zusammenfassung, dem Beitrag dieser Arbeit sowie einem Überblick über die Implikationen und einer Übersicht über mögliche anknüpfende Forschungsfragen.
URI: urn:nbn:de:hebis:34-2015052848407
Sammlung(en):Dissertationen

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