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KOBRA - Dokumentenserver der Universität Kassel  → [Dokumente aus aufgelösten Einrichtungen]  → Sozialwissenschaften, Soziologie 

Please use this identifier to cite or link to this item: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:34-663

Title: Ökonomie und Arbeit. Der Kontext von Supervision
Authors: Hausinger, Brigitte
???metadata.dc.subject.swd???: SupervisionArbeitsfeldArbeitsweltStrukturwandel
???metadata.dc.subject.ddc???: 300 - Sozialwissenschaften, Soziologie (Social sciences)
Issue Date: 16-Oct-2003
Abstract: Supervision ist Beratung beruflichen Handelns. Zentrales Anliegen der Dissertation ist die Entwicklung der Arbeitswelt in der Moderne sowie die aktuellen Veränderungen näher zu beleuchten, um ihre Bedeutung für die Supervision zu eruieren. Vorab werden die Geschichte und Weiterentwicklung der Supervision mit ihren Spannungsfeldern skizziert. Der Hauptteil handelt von der Herausbildung und Durchsetzung der kapitalistischen Produktionsweise. Es wird dargelegt, was für ein vielschichtiger Prozess für den einzelnen und die Gesellschaft in Gang gesetzt wurde, um die moderne Wirtschaftsweise zu installieren und welche Unterstützung aus anderen Bereichen -Religion, Politik etc. - dazu von Nöten war. Darüber hinaus wird aufgezeigt, welche Konflikte von Anfang an vorhanden waren. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf die Prämissen der modernen Arbeitswelt und die mögliche Inkompatibilität ihrer Anliegen: Gewinn und Gerechtigkeit, Konkurrenz und Kooperation, freier Markt und staatliche Regulation, Gleichheit und Spezialisierung, Individualität und Kollektivität. Konflikte und Verstrickungen, die sich daraus für den arbeitenden Menschen ergeben und somit Thema für die Supervision wurden, werden herausgearbeitet. In bezug auf Supervision wird dargestellt, welche Problematik der Wirtschaftsweise immanent ist und schwerlich durch Beratung aufgelöst werden kann. Eine bedeutsame Stellung nimmt die Arbeit als eine zentrale Kategorie der Ökonomie ein. Die Verflechtung von Arbeit und Ökonomie sowie der Entwicklungsverlauf von Arbeit werden skizziert: vom Fordismus zur Globalisierung. Beschrieben und erörtert werden die Konsequenzen für die aktuellen Arbeitsformen und -bedingungen durch die Produktivkraftentwicklung und die neuen Produktionskonzepte. Arbeit wird kritisch in ihrer Funktion für die kapitalistische Produktionsweise reflektiert, mit ihren Beeinträchtigungen für den tätigen Menschen. Das ambivalente Verhältnis von Mensch und Ökonomie wird als das signifikanteste Spannungsfeld für die Supervision betrachtet, verbunden mit der Herausforderung, Supervision nicht zu einer Beratungstechnologie zur Anpassung und Funktionalisierung des Menschen an die sich immer rascher verändernde Arbeitswelt zu zuschneiden.Supervision is advice for professional acting. The central argument of this dissertation is a discussion of both historical developments and recent changes in the modern working world in order to find out their impact on supervision. First, history and the further development of supervision with its conflicts will be sketched. Then, the major part is dealing with the creation and the establishment of the capitalistic way of production. On the one hand, the multilayered process will be shown, which was started up for both individuals and society, in order to install the modern way of economy, and also the support it required from other fields - politic, religion etc. On the other hand, the conflicts, that existed from the very beginning, will be presented. The focus is on the premises of the modern working world and its eventual incompatibility towards its own goals: profit and justice, competition and cooperation, free market and national regulation, equality and specialization, individuality and collectivity. Conflicts and entanglements, that working people ran into and which thus became topic for the supervision, will be worked out. Concerning supervision, the problems immanent to economy are revealed. These problems are hard to solve by means of guidance alone. Labour is taking a major position as a central element of the economy. Both the entanglement of labour and economy and how work developed will be sketched: from fordism to globalization. Consequences for the current form of labour and working conditions that arise out of the development of productivity and new production concepts will be shown and discussed. A critical reflection on works role for the capitalistic way of production and resulting constraints for the working individual is given. The ambivalent relationship between man and economy is considered the most significant conflict for supervision next to the challenge of not downgrading supervision to a mere guidance technique to help man to adapt to and function in the permanently faster changing working world.
URI: urn:nbn:de:hebis:34-663
Appears in Collections:Sozialwissenschaften, Soziologie

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